20 Jahre Zenja und 15 Jahre Förderverein
Das Mehrgenerationenhaus Zenja feierte am Wochenende sein 20-jähriges Jubiläum gemeinsam mit dem Förderverein Germeringer Insel, der heuer 15 Jahre alt wurde.

Bezirksrätin Gabi Off-Nesselhauf, Anna Etzold (Koordinatorin des Mehrgenerationenhauses), OB Daniel Liebetruth, Sabine Brügel-Fritzen (Vorsitzende des Fördervereins), Alt-OB Andreas Haas, Alt-OB Dr. Peter Braun
Bei den Feierlichkeiten im Zenja-Saal sprach OB Daniel Liebetruth von einem Erfolgsprojekt. Das Zenja sei das Zentrum für die gesamte soziale Infrastruktur der Stadt und stehe immer allen offen. Besonders hervorzuheben sei die ehrenamtliche Arbeit in der Stadt, die vor allem dem Mehrgenerationenhaus zu verdanken sei und verwies dabei auf die Ehrenamtsmesse des Max-Born-Gymnasiums, die bereits zum zweiten Mal mit großem Erfolg durchgeführt wurde.
Alt-OB Dr. Peter Braun ging in seiner Rede auf die Entstehung des Mehrgenerationenhauses ein. Das Zenja (Zentrum für Jung und Alt) sei vor 20 Jahren als Teil eines Aktionsprogramms der damaligen Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen gegründet worden. Germering hatte sich beworben und den Zuschlag für den Brucker Kreis erhalten. Die Bewerbung sei von vier Stellen ausgegangen, die alle im heutigen Mehrgenerationenhaus vertreten sind: Sozialdienst, AWO, das städtische Sozial- und Jugendamt und die Germeringer Insel. Auch deswegen habe Germering die besten Chancen auf den Zuschlag gehabt. Das Mehrgenerationenhaus sei die Folge der Arbeit der Germeringer Insel und Krönung der sozialen Arbeit in der Stadt, so Braun.
Anna Etzold, Koordinatorin des Mehrgenerationenhauses und Leiterin der Germeringer Insel verglich die Entwicklung des Zenja mit der eines heranwachsenden Kindes. Mit Zwanzig sei man der Kindheit und den wilden Teenie-Jahre inzwischen entwachsen. Aber wer Zwanzig ist, stehe eben auch vor großen Veränderungen, z.B. materiellen Sorgen. 2028 läuft offiziell die Bundesförderung für das Mehrgenerationenhaus aus und man hofft, dass der Bund wie viele Eltern dem erwachsenen Kind weiter unter die Arme greift. In diesem Zusammenhang wies Etzold auf das gute Netzwerk aus Stadt, Förderverein, anderen sozialen Einrichtungen und der Wirtschaft vor Ort hin, auf die man sich stets verlassen könne. Gerade der Förderverein sei ein treuer, unkomplizierter Begleiter, der unbürokratisch zur Stelle ist, wenn eine gute Idee Unterstützung braucht und dem Zenja den Rücken stärkt.
Sabine Brügel-Fritzen, Vorsitzende des Fördervereins, erinnerte sich daran, wie das Zenja nach nur fünf Jahren vor dem Aus stand. Dies sei der Grund gewesen, den Verein zu gründen und mit den finanziellen Mittel, die aus Aktionen, Spenden und Mitgliedsbeiträgen generiert werden, die vielfältigen, sozialen Angebote des Mehrgenerationenhauses zu unterstützen. Bis zum heutigen Tag, zum 15-jährigen Bestehen des Vereins, seien inzwischen über 240.000 Euro Fördermittel ausgeschüttet worden.


